Einweisung oder Unterweisung?

Unterweisung macht Mitarbeiter sicherer und kompetenter im Umgang mit mobilem Arbeitsgerät

Die Begriffe Einweisung und Unterweisung werden oft verwechselt. Dabei bewirken die in inhaltlich und zeitlich so unterschiedlichen Schulungsarten den Umgang mit mobilem Arbeitsgerät massgeblich und in der Folge entscheidend.

Die Einweisung beinhaltet eine Erklärung der Bedienelemente vor dem Einsatz des Arbeitsgerätes. Wenn z.B. ein neuer Stapler ausgeliefert wird, erklärt der Auslieferer die Funktion und Besonderheiten der Maschine. Dieses Wissen wird dann idealerweise an die weiteren Bediener weitergegeben. Auch wenn dies praktisch am Gerät erfolgt haben doch viele Bediener erhebliche Probleme in der folgenden Arbeitspraxis. Die Einweisung ist oft zu kurz, schnell und meist mangelhaft.

Kursteilnehmer erfahren durch Unterweisung, die aus theoretischer und praktischer Ausbildung besteht, mit jeweiliger Wissensüberprüfung wesentlich mehr Input bezüglich physikalischer Einflüsse und praktischer Erfahrung, was zu sicheren Bedienern mit Anfangserfahrung führt. So führt dann die Staplerschulung zum Staplerschein oder Staplerführerschein. Kranschulungen zum Kranschein oder Kranführerschein. Die Begriffe sind nicht vorgeschrieben sondern haben sich so verbreitet.

Thematisch werden unter anderem bezüglich der Fahrphysik dynamische Kräfte verdeutlicht, die aktiv auf die Fahreigenschaften wirken. Hier spielen nicht nur Geschwindigkeit und Beschleunigung, sondern auch Trägheits-, Reibungs- und Fliehkräfte eine wesentliche Rolle.

Auch wenn die Gabelstapler Hersteller immer mehr technische Verbesserungen anbieten, die als Assistenzsysteme spürbar in die Fahrdynamik eingreifen, ist das Wissen um die Fahrphysik doch grundlegend wichtig. Im täglichen Einsatz sind dank der robusten Bauweise viele ältere Stapler aktiv, die noch nicht mit eingreifender Elektronik ausgestattet sind. So macht es Sinn wenn Einsteiger in der Ausbildung nicht nur mit den neuesten Modellen konfrontiert werden sondern auch ältere Modell aktiv beherrschen lernen.

Auf die Standsicherheit aufmerksam zu machen ist ein wesentlicher Teil einer guten praktischen Ausbildung. Thematisch in der Theorie behandelt und auch in der Praxis für den Teilnehmer nachvollziehbar. Den Unterschied mit/ohne Lasten zu erfahren, auch wenn es sich zunächst um Übungsparcours handelt, lässt die physikalischen Kräfte tatsächlich erleben.

Wenn dann auch noch die gute Pflege der Geräte z.B. Batterien und Motoren angesprochen wird, erhält der künftige Bediener das nötige Wissen im guten Umgang mit den Fahrzeugen.

Natürlich sind Einweisungen auch weiterhin sinnvoll, aber nur wenn diese umfassend, ausführlich und verständlich durch geführt werden. So empfehlen wir eine Nachfrage nach 10 minütiger Eingewöhnungszeit beim Fahrer, denn die Fragen entstehen bei den ersten Arbeiten mit dem Arbeitsgerät. Nur so wird der Einweiser seiner Verantwortung gerecht.